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Bedeutungsbezüge im Rahmen der zentral-auditiven Verarbeitung

Eine EKP-Studie zu Entwicklungsschritten und -störungen bei 6- bis 10-jährigen Kindern

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Sung-Eun Lee

Das Gehirn arbeitet hoch effizient, was Sprache angeht. Bereits ca. 150 Millisekunden nach ‘Beginn einer auditiven Stimulierung’ ist klar, ob es sich um eine Wortform z. B. der deutschen Sprache handelt. In der aktuellen Forschung wird bisher zwischen auditiven Aspekten einerseits und der Verarbeitung von Bedeutung andererseits getrennt. Die hier vorgelegten Studien belegen aber, dass ebenfalls schon nach ca. 150 Millisekunden feststeht, ob mit dem Stimulus Bedeutungszusammenhänge verbunden sind (und das gilt nicht nur für Sprache, sondern auch z. B. für entsprechend ‘mit Bedeutung aufgeladene’ Folgen von Sinustönen). Belegt wird zudem, dass der Einbezug von Bedeutung die auditive Verarbeitung stark erleichtert. Die vorgelegten EEG-/EKP-Studien gehen noch einen entscheidenden Schritt weiter und decken auf, dass bei ‘spezifisch sprachgestörten Kindern’ gerade dieses Zusammenspiel und die daraus resultierende Entlastung der zentral-auditiven Verarbeitung misslingt.
Inhalt: Zentral-auditive Verarbeitung der verbalen und nonverbalen Bedeutungen – EKP-Studie zur zentral-auditiven Verarbeitung – Bedeutungserwerb bei Kindern ohne und mit Sprachentwicklungsstörung – Zur zentral-auditiven Verarbeitung bedeutungshaltiger auditiver Stimuli bei unauffälligen Kindern und SLI-Kindern (7-10 Jahre).