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Wärmende Fremde- Robert Walser und seine Übersetzer im Gespräch

Akten des Kolloquiums an der Universität Lausanne, Februar 1994

Peter Utz

Obwohl das Werk Robert Walsers nun nicht nur den deutschsprachigen Lesern zugänglich ist, sondern allmählich auch in die wichtigsten europäischen Sprachen übersetzt wird, bleibt es widerständig, ein Fremdkörper in der Literatur seiner Zeit, der auch in der Gegenwart seine Leser provoziert und herausfordert. Gerade im Licht der Übersetzungen Walsers läßt sich diese Fremdheit neu bestimmen, denn jene Stellen, die der Übersetzung ins Fremde besonderen Widerstand leisten, sind ihm in besonderem Maße eigen.
Diese Problematik der Fremdheit Walsers steht im Zentrum eines Kolloquiums an der Universität Lausanne vom Februar 1994, das in diesem Band dokumentiert wird. Es versammelt die Herausgeber, Übersetzer und Interpreten Walsers um die Probleme der Übersetzbarkeit Walsers, seiner stilistischen Eigenheiten, seiner Beziehung zu «Heimat» und «Fremde». Es vermittelt einen bibliographischen Überblick über die Übersetzungen Walsers in die wichtigsten europäischen Sprachen und informiert über den jeweiligen Stand der Rezeption. Schließlich diskutiert es das Problem der Adaptation seiner Prosa für die Bühne.