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Mündliche Überlieferung und altrömischer Choral

Historische und analytische computergestützte Untersuchungen

Max Haas

Im Mittelalter wird Notation seit dem 9. Jahrhundert verwendet. Allgemeiner Ansicht nach überliefern die ältesten notierten Handschriften Material, das in der Regel lange vor der Niederschrift entstand. Zur Frage steht darum, wie die schriftlose Überlieferung von Musik funktionierte. Die Arbeit gibt zunächst eine Übersicht über Aspekte mündlicher Tradition. Am Beispiel eines bestimmten Corpus wird dann eine computergestützte, sprachwissenschaftlichen Überlegungen verpflichtete Untersuchungstechnik vorgestellt, die es erlaubt, Eigenheiten mündlichen Tradierens aufzuspüren. Alternativ zu dieser Zugangsweise geht es exemplarisch um historisch relevante Fragen: Wie funktioniert Überlieferung, warum schreibt man Musik auf? Der Text ist als Einführung konzipiert und eignet sich für Studierende wie für alle am Mittelalter interessierten Personen.
Aus dem Inhalt: Mündliche Tradition als Thema – Segmentierung von Musik – Segmente und Formeln – Die Entstehung der Bücher oder der Ursprung der Neumen – Modalität oder die Suche nach den musikalischen Ordnungen.