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Johann Kaspar Lavater - Charles Bonnet - Jacob Bennelle:- Briefe 1768-1790

Ein Forschungsbeitrag zur Aufklärung in der Schweiz- 1. Halbband: Briefe- 2. Halbband: Kommentar

Gisela Luginbühl-Weber

Anhand des hier erstmals vollständig veröffentlichten, überwiegend französisch geschriebenen Briefwechsels zwischen Lavater, Bonnet und Bennelle wird die Geisteswelt des schweizerischen 18. Jahrhunderts weitgehend erschlossen. Es geht um eine naturwissenschaftlich und naturphilosophisch zu fundierende Theologie von ökumenischer Dimension auf dem Hintergrund der Leibniz-Wolffschen Philosophie, zu der aber auch Locke und Condillac treten, und die Entdeckung der großen Mathematiker, Naturwissenschaftler und Mediziner der Zeit (Newton, Bernoulli, Haller). Lavaters Bestreben, seine theologischen und philosophischen Zeitgenossen (z.B. Spalding, Jerusalem, Mendelssohn, Iselin, Zimmermann) in seine Arbeiten einzubeziehen, wird in diesem Briefwechsel belegt. Bonnet, der entscheidende Begriffe prägt, spielt dabei die Rolle des geistigen Vaters und Katalysators, der in Leipzig aufgewachsene Bennelle überwiegend diejenige des sprachlichen Vermittlers. Viele der an ihn gerichteten Briefe Lavaters sind bisher nicht gefunden worden. Ermittelt werden konnte hingegen der meistgesuchte Autor in der Lavaterforschung, Etienne Thourneyser. Ihm wird eine besondere Monographie der Verfasserin gewidmet.
Aus dem Inhalt: Lavater als Übersetzer von Bonnets Philosophischer Palingenesie und die als Bekehrversuch mißverstandene Widmung des Teildrucks an Moses Mendelssohn - Editionsgeschichte der Hauptwerke von Lavater und Bonnet - Geldsammeln für Basedows Elementarwerk - Unsterblichkeitsentwürfe - Natur der Wunder - Empirische Untersuchungen zu besonderen Kräften (Hellsehen, Mesmerismus) - Physiognomische Regeln - Vorboten der Revolution, Zürcher Staatsverfassung von 1713.