Show Less
Restricted access

Die Kunstkammer in der Zürcher Wasserkirche

Öffentliche Sammeltätigkeit einer gelehrten Bürgerschaft im 17. und 18. Jahrhundert aus museumsgeschichtlicher Sicht

Claudia Rütsche

Die Untersuchung von Claudia Rütsche befasst sich mit dem ältesten öffentlichen Museum von Zürich, zugleich einem der ältesten Museen der Schweiz. Diese enzyklopädisch ausgerichtete und als «Kunstkammer» bezeichnete Sammlung wurde bei Gründung einer Bürgerbibliothek im frühen 17. Jahrhundert in der Wasserkirche eingerichtet und bestand bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Der zentrale Teil der Arbeit widmet sich der Bibliotheksgründung, der Entwicklung der Sammeltätigkeit und der Analyse der Kunstkammer. Diese wird nach Fragen der Organisation, der Trägerschaft, des Inventars, der Rezeption und insbesondere der bildungsgeschichtlichen Bedeutung untersucht. Auf die Darstellung der Kunstkammer-Auflösung und deren Begründung folgt ein Ausblick auf die weitere Entwicklung bis zur Gründung heutiger Museen. Zur besseren Einbettung und Beurteilung der Zürcher Kunstkammer wird ein kurzer Vergleich der Entwicklung in Basel und in Bern beigegeben. Damit liegt für die Schweiz eine der ersten detaillierten museumsgeschichtlichen Untersuchungen vor.
Aus dem Inhalt: Wie entstand das älteste öffentliche Museum von Zürich? Wer sammelte welche Objekte und zu welchem Zweck? Die Entwicklung der Zürcher Kunstkammer als detailliertes Beispiel der museumsgeschichtlichen Frühphase der Schweiz.