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Süßkind von Trimberg

Berichtigungen zu einer Erinnerung

Dietrich Gerhardt

Allein die Manessische Liederhandschrift nennt als Verfasser einer Reihe von Sangsprüchen, die sich unauffällig in die Tradition dieser Gattung einordnen, den Juden Süßkind von Trimberg und stellt ihn auf einer ihrer Miniaturen als solchen dar. Diesem Zeugnis, das kaum durch Spuren anderer Art ergänzt wird, steht aber entgegen, wie unwahrscheinlich die Annahme ist, ein Jude habe im 13. Jh. Deutsch gedichtet. Der Fall ist daher vom 18. Jh. an kontrovers hin- und hergewendet worden. Außerdem ist Süßkind Gegenstand literarischer Versuche, und seine Sprüche sind ins Deutsche und sogar ins Polnische übersetzt worden. Hier soll eine Bilanz gezogen werden.
Aus dem Inhalt: Der Name Süßkind und die Kennzeichnung als Jude. Was meint die Miniatur? - Spuren weiterer Zeugnisse - Die wissenschaftliche und die dichterische Behandlung der Frage - Die Sprüche und was sie enthalten - Proben aus den Übersetzungen - Beigaben, u.a. J. Späths polnische Einleitung und F. Aronsteins hebräisch geschriebener Aufsatz von 1941.