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Tendenzen der schweizerischen Gegenwartsliteratur (1964-1994)

Exemplarische Untersuchung zur Frage nach dem Tode der Literatur

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Marc Aeschbacher

Die schweizerische Gegenwartsliteratur der letzten dreissig Jahre wurde geprägt durch den Willen zum Neuanfang, der die Nachkriegsgeneration antrieb, entstandene Erstarrungen und Mythifizierungen aufzubrechen. Die junge Autorengeneration wollte ein realitätsnahes, nüchternes Bild der Schweiz zeichnen. Dieser Vorsatz führte zur tiefsten Spaltung und zum heftigsten Generationenkonflikt dieses Jahrhunderts in der Schweiz. Die Folgen in der Literatur und in der Gesellschaft wirken bis heute nach: Die neueste Schweizer Literatur hat autonome Ausdrucksformen entwickelt, dabei aber Sozialprestige eingebüsst. Autorinnen und Autoren sind auf gesellschaftliche Aussenseiterpositionen abgedrängt worden.
Aus dem Inhalt: Die Grabenkämpfe der Aktivdienstgeneration mit den Nonkonformisten - Der Bedeutungsverlust nationaler Identifikation - Die gesellschaftliche Desolidarisierung und ihr Niederschlag in der Literatur - Die Frage nach dem Tode der Literatur.