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Bali – Touristentraum versus Lebensraum?

Ökosystem und Kulturlandschaft unter dem Einfluss des internationalen Tourismus in Indonesien

Regula Waldner

Wäre ein Paradies auf Erden zu bezeichnen, würde Bali ganz oben auf der Hitliste stehen <8211> zumindest aus der Sicht vieler Touristen und Tourismusplaner. Die faszinierende Lokalkultur machte diese Insel weltweit bekannt. Dazu lockt Bali mit palmengesäumten Stränden, Vulkanen und kunstvollen Reisterrassen, die perfekt in das Bild einer scheinbar intakten Welt passen.
Aber die balinesischen Landschaften sind mehr als nur Konsumgut für alltagsmüde Urlauber und lukrative Einnahmequelle für Indonesiens Staatskasse: sie sind auch und in erster Linie Lebensräume für die einheimische Bevölkerung! Diese Untersuchung in zwei aufstrebenden Tourismusorten auf Bali ist ein Plädoyer für eine umfassende Sichtweise von Kulturlandschaft. Die Autorin zeigt auf, wie die untersuchten Räume als ökologische Systeme funktionieren und weshalb deren Landschaften die kulturelle Identität der Bevölkerung entscheidend mittragen. Mit ihrer neu konzipierten Theorie des Landschaftswandels entlarvt sie das erschreckende Ausmass der touristischen Beanspruchung lebensräumlicher Ressourcen. Dabei reicht der touristische Einfluss weit über materielle Veränderungen durch neue Infrastrukturen hinaus. Das vorliegende Buch informiert über den Massentourismus auf Bali. Zugleich liefert es einen generellen Beitrag zur «Mensch/Umwelt»-Forschung.
Aus dem Inhalt: Wie verändert der Tourismus auf Bali (Indonesien) den Lebensraum? – Kulturlandschaft als Ökosystem und als Ausdruck von Geisteshaltungen – Fallstudien sowie neue Gedanken zur «Mensch/Umwelt»-Forschung – Staatliche Tourismuspolitik – Akteure.