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Das Tempo in der Musik des XIII. und XIV. Jahrhundert

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In diesem Band wird das Thema der Tempi in der Musik behandelt. Jeder Musiker und jeder Musikliebhaber weiss aus Erfahrung, wie sehr die gute Wirkung eines Stückes von der Wahl des richtigen Tempos abhängt. Zu rasche Tempi erschweren dem Hörer das «innere Mitgehen», zu langsame Tempi erzeugen Langeweile und Gleichgültigkeit. Die Tempowahl wird sich in der Regel nach den akustischen Verhältnissen eines Raumes zu richten haben. Sie wird sich ferner nach der Grösse des Klangkörpers richten, vor allem aber abhängig sein von den geistigen und technischen Qualitäten des Interpreten. Abgesehen von ganz wenigen vereinzelt auftretenden Hinweisen im 16. Jahrhundert, so etwa in den Lautentabulaturen des Luis Milan und Luis de Narváez (1538), finden sich Tempovorschriften in den praktischen Quellen erst anfangs des 17. Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt: Einleitung – Tempo-Indikationen allgemeiner Art – Die Tempograde – Temposchwankungen und Tempowechsel – Das Tempo in der Ars Nova.