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Antlitz und Wahrheit

Studien zur Porträtkunst von Allan Ramsay

Marguerite Droz-Emmert

Allan Ramsay (1713-1784), der wohl prominenteste schottische Maler des 18. Jahrhunderts, ist ausserhalb der anglo-amerikanischen Welt noch kaum bekannt. Doch die bemerkenswerte Ausdruckssprache seiner Porträts verdient eine nähere Untersuchung, allein schon deshalb, um aufzuzeigen, inwiefern Ramsay auch mit der kontinentalen Malerei in Verbindung gesehen werden kann.
TRUTH - Wahrheit, Wahrscheinlichkeit, Ähnlichkeit, «Verisimilitudo» - ist als ästhetische Leitkategorie und als Konstante in seinem Porträtoeuvre zu verstehen. Verwurzelt in der schottischen Maltradition und verbunden mit der schottischen Aufklärung, charakterisiert Ramsay seine Modelle mit skeptischer Klarheit und grosser Nüchternheit. Wie lässt sich die künstlerische Darstellung in seinen Porträts nachvollziehen? Was vermögen die Porträts über die dargestellten Individuen auszusagen? Ist es Ramsay gelungen, eine eigene Form von (Lebens) Wahrheit zu finden?
Aus dem Inhalt: Suche nach Wahrheit als ästhetische Kategorie im Porträtoeuvre Allan Ramsays - Ausdrucksmodi - Verflechtung mit der kontinentalen Malerei - Das «natural portrait» und die Verbindung mit der englischen Kunst und Hogarth sowie mit der französischen Malerei - Eine gebrochene Sehweise.