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Soziologie und Positivismus im präfaschistischen Italien 1870-1992

Denkverfassung und Ideologie einer gegenaufklärerischen Humanwissenschaft

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Fam. Trappe

Die vorliegende Studie will die intime Verwandtschaft zwischen dem soziologischen Positivismus in Italien und der faschistischen Doktrin nachweisen. Dabei stützt sie sich in erster Linie auf italienische Quellen ab. Es wird namentlich der wissenschaftsmaterialistische Diskurs der sogenannten positiven Schule in seinem intellektuellen und politischen Umfeld analysiert und rekonstruiert sowie die zahlreichen ideologischen Berührungspunkte zwischen Positivismus und Faschismus herausgestellt. Die zentralen Aussagen werden einerseits im historischen Kontext problematisiert, andererseits werden die europäischen Bezugspunkte hergestellt, um die spezielle Situation des italienischen Positivismus zu betonen.
Aus dem Inhalt: Präliminarien und thematische Grundlegung – Vorläufer, endogene Kritiker und Gegner des Positivismus in Italien – Der Positivismus als Metaphysik des Fortschritts – Von der Kriminalanthropologie zur Kriminalsoziologie – Der Positivismus und der Homo Irrationalis – Positivismus und Faschismus – Bibliographie – Namensindex.