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Handkes Mitspieler

Die literarische Kritik zu "Der kurze Brief zum langen Abschied, Langsame Heimkehr, Das Spiel vom Fragen, Versuch über die Müdigkeit</I>

Gerhard Pfister

Die Werke und die Person Peter Handkes sind in der literarischen Diskussion immer wieder Gegenstand von Kontroversen. Die vorliegende Studie untersucht die Rezeption von vier ausgewählten Werken dieses Autors durch die zeitgenössische Literaturkritik. In einer kritischen Analyse auf der Basis strukturalistischer und sprachanalytischer Theorien wird gezeigt, mit welchen ästhetischen Normen die Kritiker werten, ob und wie sich die Urteile veränderten und wie adäquat sie sind. Daraus wird die These entwickelt, dass eine Kluft besteht zwischen den Entwicklungen von Literatur und Literaturwissenschaft einerseits und den Normen der Literaturkritik andererseits. Handkes moderne Texte werden bevorzugt mittels realistischer Normen gelesen und bewertet. Die Studie versucht zu zeigen, dass Handkes Werke mehrheitlich inadäquat rezipiert werden, weil moderne Theorien der Ästhetik in der zeitgenössischen Literaturkritik nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Aus dem Inhalt: Peter Handke und seine Werke sind oft umstritten. Aus welchen Gründen? Welche Normen haben Kritiker, wenn sie Handkes Texte lesen? Sind diese Normen adäquat? Oder verfügen die Kritiker gar nicht über die richtigen Kriterien, um solche Texte adäquat zu rezipieren? Diesen Fragen geht die rezeptionsästhetische und -kritische Studie anhand vier ausgewählter Werke von Peter Handke nach.