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Der Ausbau der Schweizer diplomatischen Vertretung in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie 1918 bis 1921

Bruno Suter

Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit dem Ausbau der Schweizer diplomatischen Vertretung im Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg. Welche Motive lagen dem Ausbau dieser Posten zugrunde? Welche Rolle spielte die umfassende Neuorientierung hin zur differentiellen Neutralität, welche die Schweizer Aussenpolitik damals prägte? Welchen Einfluss hatte die aussenwirtschaftlich motivierte Suche nach neuen Absatzmärkten für die krisengeschüttelte Schweizer Exportwirtschaft? Welche Rolle spielte der Einfluss einzelner Verwaltungsbehörden, privater Verbände und der Schweizer Öffentlichkeit? Gestützt auf amtliche Quellen der Bundesbehörden bewertet die Arbeit den Einfluss all jener Faktoren. Darüber hinaus stellt sie die Ausbaufrage in den breiteren Kontext der damaligen Entwicklung des Schweizer Aussenministeriums. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zum noch wenig erforschten Gebiet der organisatorischen Diplomatiegeschichte der Schweiz während der Zwischenkriegszeit.
Aus dem Inhalt: Welche Motive hatten die Berner Entscheidungsträger für die Errichtung neuer diplomatischer Posten in fünf Donaustaaten von 1918 bis 1921? – Der Ausbau als Synthese verschiedenartiger innen- und aussenpolitischer Interessen: Beitritt zum Völkerbund, aussenwirtschaftliche Begehren, Verbands- und Verwaltungsinteressen, die öffentliche Meinung.