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Wenn das Tönende die Spur der Wahrheit ist...

Biografie und Werk des Komponisten und Musikschriftstellers Armin Schibler

Gina Schibler

Welch vielfältige Dimension das Werk des Komponisten und Musikschriftstellers Armin Schibler, 1920-1986, enthält, wird bei der Lektüre dieser Biografie offenbar. Die themenreiche, umfassende Entwicklung Schiblers von neobarocken Anfängen über die Integration von Dodekaphonie, Rhythmus, Jazz, Blues, elektronischer Musik u. a. mehr gelangt hier in dokumentarischem Material (Tagebuchauszüge, Werkstatttexte) anschaulich zur Darstellung. Zusätzlich erarbeitet der Komponist eine Integration von Wort und Musik, welche bei beiden künstlerischen Medien Synergien freisetzt und damit differenzierteste gesellschaftliche und innerpsychische Aussagen künstlerisch zulässt. Dabei zeigt sich, dass es Armin Schibler gelingt, in der Bejahung der fortschrittlichsten Tendenzen und der kritischen Auseinandersetzung mit praktisch allen Kompositionstechniken seiner Zeit auf Werte der Tradition Bezug zu nehmen. Auch angesichts der neuesten Entwicklungen in der modernen Musik beweist Schiblers Werk seine zeitunabhängige Aussagekraft.
Aus dem Inhalt: Musik als Suche nach dem Geheimnis: zur Biographie Armin Schiblers – Das Mysterium der Liebe und persönliche Reifung – Schiblers musikalischer Personalstil unter Einbezug von Dodekaphonie, Körper, Tanz, Ryhthmus – Das Schiblersche Hörwerk: Text und Musik im Verbund als behaftbare Aussage zu zeitkritischen Problemen wie Umweltzerstörung oder Machtmissbrauch – Musik als Offenbarung des Sinnes in tönender Stille – Religiöse Erfahrung als Erfahrung des Unzerstörbaren – Gesichter des Todes in Schiblers Schaffen.