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Die Symbolik des Handelns im Märchen

Tun und Nicht-Tun im deutschen Märchen

Walter Spring

Worin liegt das Geheimnis des Märchens? Liegt es, wie bisher oft angenommen wurde, in seinen symbolhaften Gestalten und magischen Orten? Sind es tatsächlich die böse Hexe, der hinterhältige Wolf, die gute Fee, die dümmlichen Riesen, der schlaue Fuchs, die arbeitsamen Zwerge, der machtvolle Zauberer und die vielen anderen Gestalten, die dieses Geheimnis kraft ihrer selbst in sich bergen? In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass diese Figuren ihre Eigenschaften nicht per se besitzen, sondern dass wir sie ihnen aufgrund der ihnen eigentümlichen Handlungsweisen zuschreiben. Durch diesen Perspektivenwechsel erscheinen zahlreiche Märchen in einem neuen Licht und legen andersartige Deutungen nahe. Es ist das Ziel der vorliegenden Arbeit, diese auf den ersten Blick ungewohnte Betrachtungsweise von Märchen zu begründen und anhand von einigen Beispielen zu verdeutlichen.
Aus dem Inhalt: Handeln vs. Nicht-Tun – Das Märchen als Spiegel des Bewusstseins – Der duale Charakter des Märchens – Die Märchenhelden – Das Nicht-Tun im Märchen – Die Symbolik der paradoxen Handlung – Die Paradoxie im Märchen.