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Führungsverantwortung

Eine empirische Untersuchung zum Berufsethos von Führungskräften am Beispiel von Schweizer Berufsoffizieren

Stefan Seiler

Führungsverantwortung heisst mehr als Pflichterfüllung. Dies zeigt sich besonders deutlich in zwischenmenschlichen Konfliktsituationen im Berufsalltag, wenn berufliche Zwänge und moralische Forderungen aufeinandertreffen. In diesen Situationen ist ein Ethos gefragt, welches den Mut zum Unterbruch und zur Thematisierung des Konflikts aufbringt. Eine Ausbalancierung zwischen instrumentellen Notwendigkeiten und moralischen Verpflichtungsaspekten wie Gerechtigkeit, Fürsorglichkeit und Wahrhaftigkeit wird notwendig.
Wie kann das Berufsethos von Führungskräften beschrieben werden? Wie lässt es sich erfassen? In welchem Zusammenhang steht das Ethoskonzept zum Menschenbild, der moralischen Wirksamkeit und der moralischen Urteilsstufe einer Führungsperson? Diese Fragen werden theoretisch erläutert und am Beispiel von Berufsoffizieren der Schweizer Armee mittels Strukturgleichungsmodellen empirisch untersucht. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Untersuchung werden abschliessend Desiderata formuliert, welche als praxisbezogene Handlungsrichtlinien für die zukünftige Ausbildung im Bereich Führungsverantwortung dienen können.
Aus dem Inhalt: Berufsethos - mehr als Pflichterfüllung – Die moralische Dimension der Führung – Der realistische Diskurs - ein Prozessmodell zur Beschreibung des Ethoskonzepts – Desiderata für die Ausbildung im Bereich Führungsverantwortung.