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Verleger und Verlagspolitik

Der Wissenschaftsverlag R. Oldenbourg zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus

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Tilmann Wesolowski

Verleger wurden lange nur als Geschäftsleute und Wissenschaftsverlage vorwiegend als Dienstleister angesehen. Die in der Forschung mittlerweile offenkundige Steuerungs- und Selektionsrolle von Verlagen ist dagegen für Wissenschaftsverlage erst in jüngerer Forschung beleuchtet worden. Bislang kaum untersucht sind dagegen die Interdependenzen und Interferenzen in einem Wissenschaftsverlag sowie die individuellen Einflüsse der verschiedenen Akteure. Die Arbeit analysiert diese Aspekte anhand der Verlagspolitik im Wissenschaftsverlag R. Oldenbourg. Von der stärkeren Profilierung um 1900, dem elitären Selbstbewusstsein gepaart mit dem Selbstverständnis des Geschäftsmanns und Kulturschaffenden, über die Neubestimmung in den Weimarer Jahren bis hin zur nur bedingt erfolgreichen «Selbstgleichschaltung» nach 1933 werden dem Wirken der Verleger scharfe Konturen verliehen. Das Buch zeigt detailreich die Geschichte des Verlagshauses und bietet fruchtbare Anschlüsse für die Buchhandelsgeschichte und die Wissenschaftshistoriographie insgesamt.