Show Less
Restricted access

Strukturmodellansätze zur Bewertung von Credit Fault Swaps

und empirische Validierung

Leif Boegelein

Banken verwenden Struktur- oder Firmenwertmodelle zur Kreditpreiskalkulation, als Element klassischer Ratinganalyse und beim Portfoliomanagement von Kreditrisiken. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit drei Strukturmodellen für Kreditrisiko, ihrer Kalibrierung und empirischen Validierung anhand von Marktdaten: Betrachtet werden das klassische Modell nach Merton (1974), eine Erweiterung des Grundmodells und schließlich das Modell Credit Grades nach Finkelstein et al. (2002) als Vertreter der First-Passage Ansätze und derzeitiger Marktstandard. Die meisten empirischen Studien zur Validierung von Firmenwertmodellen untersuchen Kreditrisiken anhand von Anleihepreisen. Dieser Arbeit hingegen liegen Preise von Credit Default Swaps (CDS) – einem Kreditderivat – zugrunde. Wie in der Arbeit dargestellt wird, stellen CDS aufgrund ihrer Fokussierung auf das Ausfallrisiko im Preis eine interessante Alternative zu Anleihepreisen für die Kalibrierung und Validierung von Kreditrisikomodellen dar. Angesichts dessen implementiert der Autor die drei betrachteten Modelle und vergleicht ihre Performance beim Kredit-Pricing sowie dem Bonitätsranking von Unternehmen. Er zeigt somit, inwieweit die Modelle für die ihnen zugedachten Aufgaben geeignet sind, für die sie in der Praxis verwendet werden.