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Chiffriermaschinen und Entzifferungsgeräte im Zweiten Weltkrieg

Technikgeschichte und informatikhistorische Aspekte

Michael Pröse

Die Chiffriermaschine ENIGMA ist dank reißerischer Bücher und Filme bekannt, auch dass sie von den Alliierten «geknackt» und dadurch der Zweite Weltkrieg beeinflusst (= verkürzt) wurde. Kaum bekannt hingegen sind ebenso wichtige andere Chiffriermaschinen, und wie und in welchem Maße die deutschen «Codes geknackt» wurden. Die vorliegende Arbeit bietet hierzu alle Informationen, Verweise auf weiterführende Literatur, berichtigt Irrtümer und ergänzt Lücken, die auch in der seriösen Fachliteratur gelegentlich zu finden sind.
Beantwortet wird auch die Frage, wie es den Alliierten gelang, die ausgeklügelten deutschen Chiffriermaschinen zu brechen: In der Literatur findet man dazu Berichte über wissenschaftliche Leistungen, Spionage und Kaperungen, alles richtig zwar, aber nur die halbe Wahrheit. Denn der Autor zeigt erstmals, wie und warum deutsche Offiziere unfreiwillig immer wieder Einbruchsmöglichkeiten in die Verschlüsselungen boten und fast täglich Material «lieferten» zum Betrieb maschineller Entzifferungsverfahren. Schließlich informiert der Autor über die erbeuteten und offiziell «sicheren» Chiffriermaschinen, die nach dem Krieg an viele nichtsahnende andere Länder verschenkt wurden – eine perfide Methode, womit die beiden Geheimnisträger (GB und USA) deren Geheimsendungen entziffern konnten. Und wie die USA die Erfahrungen zum Bau geheimer Computer nutzten, aus denen später kommerzielle Versionen entstanden – Grundlage der Informatik.