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Vorlesung, Seminar, Repetitorium

Universitäre geschichtswissenschaftliche Lehre im historischen Vergleich

Gabriele Lingelbach

Die Geschichte der Geschichtswissenschaft wird meist als die Geschichte der Geschichtsschreibung untersucht. Doch Historiker verfassen nicht nur Bücher: Einen großen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen sie mit Unterrichten. Dieser Band soll einen ersten Einblick in diesen bislang weitgehend vernachlässigten Teil der disziplinären Vergangenheit und Gegenwart geben. Er behandelt die Entwicklung der universitären Lehre im Fach Geschichte sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in ausgesuchten anderen Ländern wie etwa Frankreich, den Niederlanden oder Polen. Welcher Unterrichtsformen bedienten sich frühere Historiker? Welche didaktischen Konzepte verfolgten sie? Welche Themenschwerpunkte setzten sie in ihrer Lehre? Welche Reformansätze gab es hinsichtlich der Gestaltung des akademischen Unterrichts? Konnten Geschichtswissenschaftler frei darüber entscheiden, wie sie lehren wollten? Oder mussten sie sich nach Vorgaben richten, die von außen – etwa von Ministerien oder Universitätsleitungen – an sie herangetragen wurden? Die international vergleichende Beantwortung dieser Fragen soll einer historischen Fundierung der aktuellen Debatte über die Reform des universitären Unterrichts dienen und kann zugleich als Anregung verstanden werden, über den eigenen ‘nationalen Tellerrand’ hinauszuschauen.