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Die Zusammenarbeit von Opernsänger und Regisseur

Zwei Fallstudien aus der heutigen Opernproduktion: Giuseppe Verdis "Nabucco" und Jacques Offenbachs "Les Contes d'Hoffmann"

Bettina Gößling

Die vorliegende Untersuchung beleuchtet anhand zweier Fallstudien die Zusammenarbeit von Sänger und Regisseur in der heutigen Opernproduktion. Während sich bisherige Arbeiten über Opernregie ausschließlich mit fertigen Inszenierungen befassen, wird hier erstmals die Entstehung einer Opernproduktion unter dem Aspekt der Interaktion von Sänger und Regisseur wissenschaftlich untersucht. Welche Probleme und Konfliktfelder existieren in diesem Bereich und gibt es Möglichkeiten, mit ihnen konstruktiv umzugehen? Was können Regisseur und Sänger für eine gelingende und kreative Zusammenarbeit tun? Um diese Fragen zu beantworten, wurde der szenische Erarbeitungsprozess einer Inszenierung von Giuseppe Verdis «Nabucco» und Jacques Offenbachs «Les Contes d'Hoffmann» beobachtet sowie die beteiligten Künstler interviewt. Hierbei kamen Methoden aus der qualitativen Sozialforschung zur Anwendung. Die Arbeit stellt zahlreiche Probleme der Zusammenarbeit (wie z.B. Konflikte durch das Regiekonzept und Schwierigkeiten in der Erarbeitung szenischer Abläufe) dar und versucht zugleich, Lösungsansätze zu entwickeln. Auf diesem Wege sollen Sängern und Regisseuren Handlungsorientierungen gegeben werden, die die Zusammenarbeit positiv beeinflussen können und den Erarbeitungsprozess für beide Seiten effektiver und kreativer werden lassen.