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Nationaler Starrsinn oder ökologisches Umdenken?

Politische Konflikte um den Schweizer Alpentransit im ausgehenden 20. Jahrhundert

Markus Höschen

NEAT – das Kürzel steht für mehr als nur eine Neue Eisenbahn-Alpentransversale. Es steht für das verkehrspolitische Umdenken zu einer ökologisch ausgerichteten Transitpolitik, die sich gegen das Wachstum des Straßengütertransits wandte. Doch wie warb die Schweiz im In- und Ausland für diese neue Philosophie?

Die Entscheidungsprozesse, die die integrierte Verkehrspolitik kennzeichnen, sind äußerst komplex: Einerseits mussten die Besonderheiten der Schweizer Demokratie berücksichtigt werden, andererseits ging es beim Schweizer Alpentransit um ein Problem der Außenbeziehungen und der internationalen Politik.

War das Schweizer Beharren auf Autonomie im Konflikt um den Alpentransit eher ein Ausdruck des nationalen Starrsinns oder kann die selbstbewusste Abwehr der Transitinteressen der Anrainerstaaten und der EG als berechtigtes umweltpolitisches Anliegen gewertet werden? Welche Rolle spielte der persönliche Faktor in Form der beiden Schweizer Verkehrsminister Schlumpf und Ogi?

In dieser Studie werden die Wechselbezüge zwischen Innen- und Außenpolitik erstmals systematisch in den Blick genommen und in einen gesamteuropäischen geschichtlichen und politischen Kontext gestellt.