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Dynamik in TV-Wissensmagazinen

Theorie und Praxis am Beispiel von Kopfball (ARD), Galileo (Pro7) und neues (3sat)

Florian Blum

Seit der Etablierung von TV-Wissensmagazinen im bundesdeutschen Fernsehprogramm liegt der Fokus einzelner Untersuchungen zunehmend auf unterhaltenden Aspekten der Vermittlung «wissenschaftlichen Wissens». Offenbar wird die Relevanz einer massenattraktiven Gestaltung in besonderem Maße für Sendungen, die «gehaltvolles Wissen» aufbereiten, anerkannt. Mit dem Aspekt der Dynamik zur Unterhaltungserzeugung in TV-Wissensmagazinen hat sich bislang jedoch keine Arbeit ausführlich beschäftigt. Genau hier setzt diese Studie an und geht der Frage nach, inwieweit es der Einsatz dynamikfördernder Gestaltungsmittel in TV-Wissensmagazinen aktuell noch zulässt, «gehaltvolles wissenschaftliches Wissen» zu vermitteln. Gegenstand der inhaltsanalytischen Untersuchung sind drei TV-Wissensmagazine: «Kopfball», «Galileo» und «neues». Alle drei Wissenssendungen bedienen ein stärker werdendes Rezeptionsbedürfnis des Zuschauers, das sich aus seiner alltäglichen Wahrnehmung einer auf Aktualität, Beschleunigung und Flexibilität setzenden Wirklichkeit ergibt: Wissen will nicht mehr erlernt werden – es will erlebt werden.