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Die geistlichen Spiele des Sterzinger Spielarchivs

Band 5

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Hans-Gert Roloff

Als eine Sensation für die Literaturgeschichte des 15./16. Jahrhunderts darf die Wiederauffindung der seit Jahrzehnten für verloren gehaltenen Sterzinger Spielhandschriften gelten. Dies um so mehr, als die meisten Texte aus diesem Spielarchiv bisher unbekannt waren und somit ein Novum für die Geschichte des Dramas der damaligen Zeit und die Tiroler Literaturgeschichte darstellen. Dass es überhaupt möglich ist, die «Sterzinger Spiele» - Texte und Materialien - vollständig vorzulegen, wie es in dieser Ausgabe erstmals geschieht, ist nicht zuletzt der unermüdlichen Kopiertätigkeit des Sterzinger Spielanführers und Kunsthandwerkers Vigil Raber (1552 gest.) zu verdanken. Gemäss den editorischen Prinzipien der Herausgeber wird dabei jedes Spiel als selbständige Texteinheit angesehen und dargeboten. Band 5 der «Sterzinger Spiele» enthält fünf bisher kaum dem Titel nach bekannte Texte: zwei verschiedene, aber miteinander verwandte Spielfassungen des Johannes-Evangeliums, das geistliche Gerichtsspiel «Ain recht, das Christus», das Spiel «Der Reichmann und Lazarus» und ein kurzes Spiel von «David und Golias».