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Kopais

Untersuchungen zur historischen Landeskunde Mittelgriechenlands I

Siegfried Lauffer

Das Kopaisgebiet in Boiotien gehört zu den geschichtlich interessantesten Landschaften Griechenlands. Schon in der Frühzeit war es dicht bevölkert. Um das Zentrum Orchomenos, wo H. Schliemann das berühmte Kuppelgrab freilegte, reiht sich eine mykenische Burg an die andere. Das sagenhafte Volk der Minyer erbaute die ersten Dämme am Kopaissee, wohl die ältesten wasserbautechnischen Grossanlagen in Europa. Diese Entwässerungsarbeiten wurden später durch Alexander den Grossen und den römischen Kaiser Hadrian fortgesetzt. Zahlreiche Siedlungsreste aus klassischer bis in byzantinische Zeit vervollständigen das Bild. Die Befunde, die durch die heutige Landwirtschaft und Bautätigkeit weithin gefährdet und zum Teil schon verschwunden sind, wurden in der vorliegenden Bestandsaufnahme von 1938 festgehalten.
Aus dem Inhalt: U.a. Das homerische Medeon - Dekedes und Lyoma, zwei untergegangene Stadtberge - Tegyra, Schlachtfeld und Apollontempel - Mykenische Burgen in der Nordostkopais - Die Grosse Katawothre - Das Ptoion.