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Vom Umgang mit ländlicher Tracht

Aspekte bürgerlich motivierter Trachtenbegeisterung in Baden vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart

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Ulrike Höflein

Trachten erregen nicht nur als tatsächlich getragene Kleidungsstücke ländlicher Bevölkerungsschichten öffentliches Interesse. Im Laufe eines Jahrhunderts werden sie gerade von bürgerlichen Kreisen mit einer Vielzahl von Wertbesetzungen belegt: Sie können Ausdruck einer heilen Welt, Damm und Schutz gegen Neuerungen und gesellschaftliche Veränderungen sein. Anhand populärer Schriften und Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts wird aufgezeigt, dass ländliche Tracht eine geistige Erfindung bürgerlicher Eliten war und ist. Untersuchungsschwerpunkt ist die ideelle Befrachtung unter der eine Kleidung, genannt Tracht, als tragbarer Gegenstand verschwindet.
Aus dem Inhalt: U.a. Reaktionen auf gesellschaftliche Verhältnisse im 19. Jahrhundert - Die Wahrnehmung der Landbevölkerung und ihrer Kleider - Die Organisation der Tracht und ihrer Träger.