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Fritz Jöde 1906-1923 – Pädagogik im Umbruch zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Matthias Kruse

Fritz Jöde (1887-1970) war eine der schillerndsten Persönlichkeiten in der Musikerziehung des 20. Jahrhunderts. Über jene Lebensjahre, die Jöde als Volksschullehrer in Hamburg verbrachte, ist aber nur wenig bekannt. Dieses Buch füllt das Desiderat. Es ergibt sich ein Bild, das Fritz Jöde insbesondere als einen radikal-alternativen Pädagogen zeigt. Ausgehend von Momenten der Kulturkritik und in Abkehr von der überkommenen «Lernschule» vertritt Jöde eine Pädagogik, die den «ganzen» Menschen und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückt. Letztlich verfolgt Fritz Jöde die Erziehung eines «Neuen Menschen». Hierzu soll die Schule ihren Beitrag leisten, indem sie an die «schöpferischen Kräfte» des Menschen anknüpft und ihn in die Lage versetzt, Zukunft «unbedingt» zu gestalten.

Matthias Kruse ist Professor für Musikvermittlung an der Universität Hildesheim. Er unterrichtete an den Universitäten Dortmund und Köln sowie an der Musikhochschule Köln.