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Der Zollverein und die deutsche Politik Bismarcks

Eine Studie über das Verhältnis von Wirtschaft und Politik im Zeitalter der Reichsgründung

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Alfred Meyer

In der vorliegenden Studie werden die vielfältigen Beziehungen Bismarcks zum Zollverein von seinem Eintritt in die Diplomatie 1851 bis zur Reichsgründung 1871 dargestellt. Dabei wird sichtbar, dass der Zollverein weniger durch die Entfaltung seiner Integrationskräfte für die politische Einigung Deutschlands bedeutsam geworden ist als durch die Möglichkeiten, die er mit der Kündbarkeit seiner Verträge einer geschickten preussischen Hegemonialpolitik bot. Indem diese Studie zeigt, wie Bismarck die finanziellen und wirtschaftlichen Vorteile des Zollvereins für die preussischen Partnerstaaten schon früh erkannte und wie er deren Interesse an der Erhaltung des Zollvereins zur Erreichung politischer Ziele später virtuos ausnutzte, leistet sie einen Beitrag zum besseren Verständnis der Reichsgründung und der Persönlichkeit des Reichsgründers.
Aus dem Inhalt: Der Zollverein und Bismarck als Probleme der Forschung - Bismarcks Anteil an der Abwehr der Zollunionsbestrebungen Österreichs und seine Haltung gegenüber den Mittel- und Kleinstaaten während der beiden Zollvereinskrisen - Die Umgestaltung des Zollvereins und die Bedeutung des Zollparlaments - Erkenntnisse für die Beurteilung der europäischen Integrationspolitik heute.