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Die deutschen Mirakelspiele des Spätmittelalters

Studien und Texte

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Untersuchungsgegenstand des Studienteils sind im Bereich des geistlichen Dramas diejenigen Texte, denen eine Begebenheit aus nachchristlicher Zeit, wie sie in Heiligenlegende und Mirakelerzählung überliefert ist, zugrundeliegt. Sie werden einer gemeinsamen strukturana- lytischen Betrachtung unterzogen und als Repräsentanten eines eigenständigen Spieltypus in ihrer theologischen, stofflichen und formalen Spezifik dargestellt. Unter dem Aspekt der instrumentalen Funktion des geistlichen Spiels als Einfluss- und Machtmittel der Kirche wird die den Mirakelspielen besonders immanente religiös-politische Aktualität im späten Mittelalter aufgezeigt. Der Textteil bringt ausführlich kommentierte Neueditionen des Kremsmünsterer (mittelschlesischen) Dorotheaspiels, des Augsburger (ostschwäbischen) Georgspiels und des Augsburger (südtirolischen) Heiligkreuzspiels sowie die erstmalige Ausgabe der Heiligkreuzspiele des Renward Cysat (1575) und des Wilhelm Stapfer (1598).
Aus dem Inhalt: 1. Teil (Studien): Das Mirakelspiel als Typus des geistlichen Dramas; Einzelanalysen: Märtyrermirakel, Nothelfermirakel, Reliquienmirakel; Aufführungszeugnisse zum Mirakelspiel; 2. Teil (Texte): Editionen des Kremsmünsterer (mittelschlesischen) Dorotheaspiels, des Augsburger (ostschwäbischen) Georgspiels, des Augsburger (südtirolischen) Heiligkreuzspiels, der Heiligkreuzspiele von Renward Cysat und Wilhelm Stapfer.