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Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund und Schachts «Neuer Plan»

Zum Verhältnis von Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik in der Übergangsphase von der Weimarer Republik zum Dritten Reich (1929-1934)

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Sören Dengg

Mit dem deutschen Austritt aus dem Völkerbund im Oktober 1933 und mit Schachts «Neuem Plan» vom September 1934, der die deutsche Aussenhandelspolitik auf das Prinzip «Kaufe bei Deinem Kunden» umstellte, wurde eine langjährige Entwicklung abgeschlossen, im Laufe derer die deutsche Aussen- und Aussenwirtschaftspolitik mehr und mehr bilateralisiert worden war. Während sich diese Tendenzen unter der Kanzlerschaft Brünings noch als unkoordinierte Reaktionen auf bedrohliche Entwicklungen darstellten, wurde das multilaterale System ab April 1932 - zunächst noch gegen den Widerstand einzelner Ministerien, aber auch unter den vehementen Autarkieforderungen der Öffentlichkeit - aufgrund politischer Prämissen bewusst zum Bilateralismus hin verändert.
Aus dem Inhalt: Politische und wirtschaftliche Neuorientierungen 1930 - Auf dem Wege zum Bilateralismus 1932 - Die Regierung Hitler und der Völkerbund - Die Bilateralisierung der deutschen Aussenbeziehungen.