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Das künstlerische Bewusstsein und seine Gestaltung in James Joyces «A Portrait of the Artist as a Young Man» und «Ulysses»

«A Portrait of the Artist as a Young Man» und «Ulysses»

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Uwe Multhaup

Joyce definiert Kunst in einer ideologischen Welt als ein Mittel zur Selbstverwirklichung. Die Identitätssuche führt ihn zum hermeneutischen Begriff von Wahrheit. Sprache, Religion und Vaterland werden als Traditionsmächte gezeigt, die nur ein wirkungsgeschichtliches Bewusstsein kritisch aufzuheben vermag. Der Künstler ist gleichzeitig Luzifer und Christus: nur die Rebellion gegen die Autorität bringt Erkenntnis, die rechtgläubige Gemeinde aber steinigt die Propheten. Die Wahrheit ist relativ, entwicklungsgeschichtlich bestimmt. Die Form der Romane spiegelt den hermeneutischen Zirkel. Parallelen zu Nietzsches «Geburt der Tragödie».