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Kunstwege zu Mozart

Bildnerische Deutungen vom Rokoko bis heute

Ute Jung-Kaiser

Mozarts Kunst motivierte und inspirierte viele Maler, Graphiker und Bildhauer unterschiedlichster Provenienz zu kongenialen Bildschöpfungen. Dies erstaunt, weil Mozart nichts anderes sein wollte als «Musikus» und auch die Nachwelt seine Musik als «rein» bzw. «absolut» qualifizierte. Die Frage, ob seine Kunst überhaupt in ein artfremdes Medium transformierbar ist, ohne ihre ästhetische und semantische Qualität aufzukündigen, wird jede Bildbetrachtung direkt oder indirekt begleiten.
Die hier wiedergegebenen und besprochenen Arbeiten von Slevogt, Braque, Schwind, Chagall, Janssen, Goethe, Rodin und anderen präsentieren sich als autonome Kunstwerke und schlagen doch grenzüberschreitende Brücken zwischen dem Betrachter und Mozart. Insofern haben sie musikdidaktische Relevanz. Sie halten vielfältige Antworten, Deutungsangebote, Lösungswege bereit und helfen, Mozarts Musik neu zu sehen, anders zu hören, mehrdimensional zu erleben. Indem sie wahrnehmungsästhetisches Neuland erschließen, eröffnen sie «Kunstwege» im doppelten Wortsinn.