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Musikalisches Denken im Mittelalter

Eine Einführung

Max Haas

Der Begriff «Musikalisches Denken» steht für den Versuch, Denkmöglichkeiten anhand von Musik zu erproben. Das Buch befasst sich schwerpunktmässig mit dem Zeitraum zwischen Boethius (um 500) und dem 15. Jahrhundert. Dieser Zeitraum wird im 20. Jahrhundert in der Musikgeschichte neu entdeckt und gelegentlich der Periode zwischen 1662 und 1879 als Gegenwelt gegenübergestellt.
Im Vordergrund des Bandes stehen folgende Aspekte: die spezifische Reflexionsweise, die dem Begriff «Musik» in der Zeit zwischen Aristoteles und Leibniz eigen war; der musikalische Prozess als zeitliche Folge von Ordnung – Unordnung – Ordnung. Zudem werden verschiedene Denkmodelle vorgestellt. Die einen basieren auf dem Gegensatz abstrakt – konkret; andere beziehen sich auf situatives und operatives Denken. Das Buch ist interdisziplinär ausgerichtet und enthält einführende Materialien in die Neumenkunde sowie in die Modal- und Mensuralnotation.
Aus dem Inhalt: ‘Musik’ innerhalb der Geistes- und Kulturwissenschaften – Komponenten der ‘Musik’ im Mittelalter – Die Einteilung der Wissenschaften – Was ist mittelalterliche Musiklehre? – Neumen – Über Ursprung und Gebrauch von Neumen – Modalnotation – Mensuralnotation.