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Evolution der Kommunikationsmedien/Technik und kultureller Wandel in Edgar Reitz’ «Heimat»

mit besonderer Berücksichtigung technologie- und ideologiekritischer Strategien

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Goran Mijic

Edgar Reitz entwirft mit seinem Filmroman Heimat ‘ganz nebenbei’ eine Mediengeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. In dem vorliegenden Band werden zum ersten Mal systematisch die Auswirkungen und die Rolle der Kommunikationsmedien und der Technik in Reitz’ Heimat untersucht. Die Studie verfolgt das Ziel, den Wandel einer Landgemeinde vom traditionellen zum globalen Dorf zu rekonstruieren. Sie analysiert die Schlüsselmomente der Entwicklung zu einer modernen virtuellen Gesellschaft, die durch die Abhängigkeit ihrer Mitglieder von technischer Programmierung charakterisiert wird. Gestützt auf Wittgensteins/Winners Theorie der Lebensform ermittelt der Verfasser Reitz’ kritisches Porträt der Lage der Menschen ( conditio humana) innerhalb der jeweiligen technischen Lebensform. Jedes Kapitel der Studie untersucht den Aufstieg und die Auswirkung der verschiedenen Lebensformen (der journalistischen, fotografischen, radio-telefonischen, und kinematografischen), in denen die Menschen schrittweise der überwältigenden Kontrolle durch Technik unterworfen und in denen sie durch technologische Imperative bedeutsam geprägt werden. Innerhalb dieses Rahmens wird Reitz’ Filmästhetik des selbstreflexiven Erzählens besonders eingehend behandelt.