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Jeremias Gotthelf, der Querdenker und Zeitkritiker

Series:

Barbara Mahlmann-Bauer, Christian von Zinguer and Sara Margarita Zwahlen

In der Ringvorlesung des Berner Collegium generale zum Gotthelfjahr 2004 präsentierten ein Kirchenhistoriker, ein Ethnologe und fünf Literaturwissenschaftler ihre neuen Einsichten in das Werk und die vielfältige berufliche Tätigkeit des Schweizer Literaturklassikers. Diese Vorträge sind für die Buchpublikation grundlegend erweitert und überarbeitet worden. Der Titel dieses Bandes deutet an, wie Gotthelf als Volks- und Kalenderschriftsteller, christlich-republikanischer Pfarrer, satirischer Zeitkommentator und streitbarer Kirchenmann auf seine Zeitgenossen wirkte. Berühmte Erzählungen wie Die schwarze Spinne und Elsi, die seltsame Magd werden ebenso interpretiert wie die politischen Grossromane Der Herr Esau und Zeitgeist und Berner Geist.
Aus dem Inhalt: Barbara Mahlmann-Bauer: Einleitung – Barbara Mahlmann-Bauer: Gotthelf als «Volksschriftsteller» – Christian von Zimmermann: Der Teufel der Unfreien und die der Freien: Gotthelfs paränetische Erzählung Die schwarze Spinne (1842) im Kontext eines christlichen Republikanismus – Michael Andermatt: «... greifen wir aus den hundert Exempeln, an welchen wir die obige Wahrheit angeschaut, eins heraus...». Exempel und Allegorie in Gotthelfs historischem Erzählen – Werner Hahl: Gotthelf der Satiriker. Beobachtungen an Der Herr Esau – Philipp W. Hildmann: Von sinnlichen Brüdern und Kuttenstinkern. Jeremias Gotthelfs Auseinandersetzung mit den konfessionellen Konflikten seiner Zeit – Rudolf Dellsperger: «Die Versöhnung des Ankenbenz und des Hunghans, vermittelt durch Professor Zeller». Zum kirchlichen und theologischen Hintergrund von Gotthelfs Zeitgeist und Berner Geist – Alfred Messerli: Leser und das Lesen im Kalender. Der Neue Berner-Kalender unter Gotthelfs Redaktion.