Show Less
Restricted access

Solon – Begründer der Demokratie?

Eine Untersuchung der sogenannten Mischverfassung Solons von Athen und deren «demokratischer» Bestandteile

Series:

Isabella Tsigarida

Solon, athenischer Staatsmann und Dichter, war eine der herausragenden Persönlichkeiten der griechischen Antike. Durch sein Wirken setzte er nicht nur einen Meilenstein im politischen Denken der Griechen, sondern sein Reformwerk beeinflusste nachhaltig auch den politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Bereich der Polis Athen und deren weitere Entwicklung.
Seit der Antike ist Solons prägende Rolle für die Begründung der Demokratie, besonders die Ausprägung demokratischer Institutionen, immer wieder kontrovers diskutiert worden, und diese Kontroverse setzt sich bis heute fort. Ob Solons politisches Ideal und dessen Umsetzung bereits als Demokratie bezeichnet werden können – er demnach die Demokratie begründete –, wird in der vorliegenden Untersuchung quellennah und historisch analysiert.
Aus dem Inhalt: Solons Eunomia-Elegie als Programm und Antwort auf die Krise der Adelspolis Athen – Die Agrar- und Wirtschaftskrise als Basis der sozialen Krise – Die Gefahr einer Tyrannis – Die «krumme» Rechtssprechung – Das politische Programm der Eunomia – Die Verwirklichung der Eunomia durch Solons Reformwerk – Die «Bauernbefreiung» (Seisachtheia) als demokratisches Element der Reformgesetzgebung – Die Wirtschaftsreformen als flankierende Gesetzesmassnahmen zur Absicherung der Seisachtheia – Die Verfassungsreform als demokratisches Element der Reformgesetzgebung – Die Rechtsreform als demokratisches Element der Reformgesetzgebung – Die Mischverfassung Solons als gemässigte Demokratie.