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Der Status der Fragen im deutschen hochhöfischen Roman

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Dominik Riedo

Fragen als spezielle Äusserungsform wurden bei mittelhochdeutschen Texten – von wenigen spezifischen Ausnahmen abgesehen – noch nie untersucht. Diese Studie füllt diese Lücke, indem sie sechs hochhöfische Romane in ihrer Gänze unter dem Gesichtspunkt behandelt, in welchen Situationen Erzähler und Figuren Fragen stellen (Hartmanns Iwein und Erec, Gottfrieds Tristan, Ulrichs von Zatzikoven Lanzelet, des Strickers Daniel und Wolframs Parzival). Konkret geht es darum zu schauen, welchen Stand oder welche Wertung die im deutschen hochhöfischen Roman auftretenden Fragen innehaben: Sind diese negativ bewertet oder positiv? Sind sie neutral oder uneinheitlich? Gibt es bei der Bewertung Unterschiede zwischen Erzählebenen, Figurenpersonal und Situationen? Bestätigt das Verhaltensmuster der Figuren die Ergebnisse? Und was kann man daraus schliessen? Zu diesem Zweck werden sämtliche Fragen und Aussagen über Fragen in allen sechs Romanen genau betrachtet. Ziel ist es, anhand der gewonnenen Erkenntnisse Rückschlüsse auf ansonsten unverständliche Geschehnisse ziehen zu können bzw. das Verhalten und die Entwicklung der Figuren besser zu verstehen.
Aus dem Inhalt: Forschungsüberblick – Kategorie der Frage – Parameter der Untersuchung: Erzählebenen, Fragetypen, Figurenmerkmale, Situationen – Wesen der Frage im deutschen hochhöfischen Roman – Nutzen der Ergebnisse in anderen Forschungsgebieten – Ausblick in die zukünftige Frageforschung – Tabellen sämtlicher Fragen in allen untersuchten Texten.