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Aktualität und Vergänglichkeit der Leitwissenschaften

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Peter Rusterholz, Ruth Meyer Schweizer and Sara Margarita Zwahlen

Leitwissenschaften hatten und haben eine nicht zu überschätzende Bedeutung für die Organisationsformen des Wissens und für die Strukturen der Universität. Was aber sind Leitwissenschaften? Weshalb gibt es sie? Oder sollte es sie heute gar nicht geben?
Vertreter der Kultur-, Sozial-, Natur-, Umwelt- und Neurowissenschaften stellen sich diese Fragen im Rückblick auf die Wissenschaftsgeschichte und beziehen sich auf neue Entwicklungen ihrer eigenen Disziplin sowie vor allem auf Herausforderungen der Life Sciences und der Neurowissenschaften. Die Beiträge zeigen auf, dass es in besonderem Masse der Problemlösungen bedarf, die von Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaften gemeinsam, transdisziplinär, zu erarbeiten sind, wenn die neuen Möglichkeiten den Menschen menschlich sein lassen und die Erde bewohnbar bleiben soll.
Aus dem Inhalt: Peter Rusterholz: Was sind Leitwissenschaften? - Weshalb gibt es sie? - Oder sollte es sie gar nicht geben? – Hermann Lübbe: Was wir wissen wollen. Zum Wandel der Wissenschaftskultur – Dirk Kaesler: Die Soziologie: Leitwissenschaft - Modewissenschaft - Orchideendisziplin? – Gebhard Kirchgässner: Ökonomie: Die imperialistische Sozialwissenschaft – Walter Senn: Mathematisierung der Biologie: Mode oder Notwendigkeit? – Klaus Michael Meyer-Abich: Sind Umweltwissenschaften Ganzheitswissenschaften? – Norbert Herschkowitz: Möglichkeiten und Grenzen der Neurowissenschaften: Ist die Neurowissenschaft eine Leitwissenschaft? – Hartmut Böhme: Wer sagt, wann menschliches Leben beginnt? Über das Verhältnis von Natur- und Kulturwissenschaften in der Debatte über das Humanum – Christoph Rehmann-Sutter: Wie kann Ethik orientieren? Überlegungen zur Orientierungsfunktion der Ethik am Beispiel der Life Sciences – Holm Tetens: Die Einheit der Wissenschaft und die Pluralität der Wissenschaften.