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Jerusalem, du Schöne

Vorstellungen und Bilder einer heiligen Stadt

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Bruno Reudenbach

Jerusalem, die biblische Stadt schlechthin, die Stadt Davids und der Ort der Passion Christi, aber auch das Ziel der nächtlichen Reise Mohammeds und ebenso christlicher Pilgerreisen oder der Kreuzzüge, die «Metropole der Weltreligion» (Gregorovius) – diese Stadt hat einen festen Platz auch in der Vorstellungswelt des Abendlandes. So ist das Thema des Bandes die kulturelle Wirkmacht Jerusalems in der Geschichte, ihre Wahrnehmung und Deutung, die Vorstellungen, Bilder und Ideen, die man mit der heiligen Stadt verband. Dabei geht es vor allem um Formen ihrer künstlerischen Vergegenwärtigung und Darstellung im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, denen die Beiträge dieses Bandes am Beispiel von Reliquienkult und Kartographie, von Memorialwesen, politischer Ikonographie und geistlicher Dichtung nachgehen.
Aus dem Inhalt: Bruno Reudenbach: Loca sancta. Zur materiellen Übertragung der heiligen Stätten – Gia Toussaint: Jerusalem - Imagination und Transfer eines Ortes – Hartmut Kugler: Jerusalems Wanderungen im Orbis terrarum des Mittelalters – Matthias Müller: Orte der Verheißung. Burg und Stadt Zion in den Repräsentationsbildern protestantischer Fürsten und Kommunen des Alten Reichs – Klaus Koch: Die Gemälde in der Großen Ratsstube des Lüneburger Rathauses. Zur Rezeption der Daniel-Apokalyptik in der Reformationszeit – Heimo Reinitzer: Ausgrenzende Ökumene. Katholisches Jerusalem und evangelische Rechtfertigungslehre auf dem Pappenheimer Epitaphbild – Johann Anselm Steiger: Die Poiesis des himmlischen Jerusalem. Simon Dach (1605-1659) als Beispiel.