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Wendepunkte – Tournants

Beiträge zur Klaus-Mann-Tagung aus Anlass seines 100. Geburtstages, Sanary-sur-Mer 2006

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Magali Laure Nieradka

Politisch links, Halb-Jude und homosexuell – Klaus Mann (1906-1949) war das Feindbild der Nazis par excellence. Der Sohn von Thomas Mann gehörte deshalb zu den ersten Intellektuellen, die bereits kurz nach der Machtergreifung Deutschland verließen. Mehrmals kam er in den dreißiger Jahren nach Sanary-sur-Mer, in die «Hauptstadt der deutschen Literatur» (Ludwig Marcuse). Aus diesem Grund veranstaltete die südfranzösische Gemeinde anlässlich seines 100. Geburtstages im November 2006 ein internationales und pluridisziplinäres Kolloquium. Zehn Referenten aus vier Ländern (Deutschland, England, Frankreich, Schweiz) diskutierten über Leben und Werk des in Cannes verstorbenen Schriftstellers. Im Vordergrund standen drei Themenbereiche: Klaus Manns Beziehung zu seinen Schriftstellerkollegen, sein literarisches und journalistisches Schaffen und schließlich seine politische Bedeutung.
Aus dem Inhalt: Ian Wallace: Vorwort – Daniel Azuélos : Préface – Ferdinand Bernhard: Introduction – Magali Laure Nieradka: Klaus Mann in Sanary-sur-Mer – Christina Ujma: Roter Magier und Enfant Terrible - Ernst Bloch und Klaus Mann zu Politik und Literatur im Exil – Christian Schärf: Klaus Mann und Gottfried Benn – Jörg Thunecke: Vom Propagandastück zum Mysterienspiel - Klaus Manns Dramen The Dead Don’t Care (1943) und Der Siebente Engel (1946) – Andreas Tobler: «Beteiligt sind wir alle» - Annemarie Schwarzenbach und Die Sammlung – Christoph Schmitt-Maaß: «Auflösung meiner kurzen und doch viel zu langen literarischen Beziehungen zu Klaus Mann.» - Les argumentations critiques littéraires entre Walter Benjamin et Klaus Mann à propos de la revue Die Sammlung – Pierre Kodjio Nenguié : Klaus Mann et les discours totalitaires contemporains.