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Rumänische Kultur, Orthodoxie und der Westen

Der Diskurs um die nationale Identität in Rumänien aus der Zwischenkriegszeit

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Nicolai Staab

Diese Untersuchung befasst sich mit der Funktion von Religion und Konfession im Prozess der Konstruktion nationaler Identitäten, die als nationale Selbstbilder verstanden werden. Anhand von Texten aus rumänischen Periodika und Buchpublikationen der 20er und 30er Jahre geht der Verfasser der Frage nach, welche Rolle die Autoren der Orthodoxie in Bezug auf die nationale Identität der Rumänen zuschrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf den Fremdbildern von östlichen und westlichen Nationen, speziell von den Deutschen und den Franzosen, deren Verhältnis zu ihrer eigenen Nation die behandelten Autoren zu definieren versuchten. Die Ergebnisse der Untersuchung werden zur Deutung aktueller Ereignisse und Diskussionen um Religion, nationale Geschichte und Identität in Europa herangezogen.
Inhalt: Zwischen Dogmatik und freiem religiösem Denken: Konformität mit der offiziellen Lehre oder Anleihen aus Volkstradition, Paganismus und Theosophie – Die Funktionen von Religion im Diskurs um die nationale Identität: Unterstützung einer asymmetrischen Klassifikationspraxis, Sakralisierung und «coincidentia oppositorum».