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Rechtspolitische Implikationen von Gefährlichkeitsprognosen im Vollzug von Maßregeln nach § 63 StGB

Zum Subjektstatus von Eingewiesenen

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Verena Brenneis

Diese Arbeit beleuchtet die forensische Psychiatrie, insbesondere aber die Wahrscheinlichkeitsaussagen bei Kriminalprognosen, unter ökonomischen Gesichtspunkten. Weiterhin werden auch die Aspekte von Grundrechten thematisiert. Zwischen den Erfordernissen eines geordneten Maßregelvollzuges einerseits und dem Subjektstatus der Eingewiesenen andererseits besteht dabei ein ausgeprägtes Spannungsverhältnis. Dessen innere Widersprüche werden mit der allgemein formulierten Forderung, eine angeordnete Maßnahme müsse ein «angemessenes Verhältnis zwischen der Bedeutung (der Wertigkeit) des mit der Einschränkung von Grundrechten bezweckten öffentlichen Interesses und der Einschränkung selbst» aufweisen, allenfalls unzureichend beschrieben. Keineswegs können die Widersprüche damit abgemildert werden.
Aus dem Inhalt: Anmerkungen zu Grundlagen und Geschichte der Forensik – Begriff und Methode der Prognostik – Wahrscheinlichkeit und Gefährlichkeit – Grundrechte und Patientenrechte im Maßregelvollzug nach § 63 StGB – Strafökonomie und Gesellschaft – Zur Methode und den Fragestellungen der empirischen Untersuchung – Analyse ausgewählter Interviews von Eingewiesenen.