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Der Münchner Klarinettenvirtuose Carl Baermann (1811-1885) als Pädagoge, Klarinettist und Komponist

Zum Einsatz der Klarinette im 19. Jahrhundert und ihrer didaktischen Vermittlung

Robert Erdt

Dass Carl Baermann eine der einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts war, belegt nicht nur seine bis heute verwendete Klarinettenschule – er leistete auch einen unermesslichen Beitrag zur technischen Weiterentwicklung der Klarinette. Der Autor befasst sich in dieser Arbeit eingehend mit der Persönlichkeit Baermanns als Pädagoge, Klarinettist und Komponist. Eine Reihe bisher unveröffentlichter Materialien wie die Personalakte des königlichen Hoforchesters, einige Briefe und das Tagebuch Baermanns, das bisher als verschollen galt, geben Aufschluss über das Leben des Münchner Klarinettenvirtuosen. Ein Untersuchungsansatz war es, Carl Baermann als Komponisten der Romantik herauszustellen und einzelne Kompositionen mit anderen Klarinettenwerken der Zeit vergleichend gegenüberzustellen. Eine Beschäftigung mit dem Lehrwerk Baermanns war für diese Arbeit unverzichtbar, für dessen musikwissenschaftliche Beleuchtung eine inhaltliche Darstellung früherer Klarinettenschulen und die Entwicklung ihrer didaktischen Inhalte im Mittelpunkt stand. Der Autor stellt hier erstmals das Leben und Wirken dieses international anerkannten Virtuosen des 19. Jahrhunderts in den Fokus einer musikwissenschaftlich-historischen Betrachtung.
Aus dem Inhalt: Der Instrumentalunterricht im 19. Jahrhundert – Der Einsatz der Klarinette im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert – Die Entwicklung der Lehrwerke für Klarinette – Die Klarinettenschule Carl Baermanns – Zur Ansatzfrage im ausgehenden 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts – Carl Baermann und die Musikästhetik im 19. Jahrhundert – Die Einordnung Carl Baermanns als Pädagoge, Komponist und Klarinettist – Carl Baermann und die technische Weiterentwicklung der Klarinette – Das kompositorische Schaffen Carl Baermanns im Kontext ausgewählter Klarinettenkompositionen der Romantik.