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Deutsch, Italienisch und andere Wissenschaftssprachen

Schnittstellen ihrer Analyse

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Dorothee Heller

Der Band führt Beiträge zusammen, die bei der internationalen Tagung «Mehrsprachige Wissenschaftskommunikation – Schnittstellen Deutsch/Italienisch/...» (Universität Bergamo, 17.-19. September 2009) vorgestellt und diskutiert wurden. Sie haben überwiegend einen komparativen Zuschnitt und beziehen neben dem Deutschen und Italienischen auch das Englische, Polnische und Griechische als Wissenschaftssprachen ein. Das Themenspektrum ist weit gefasst. Behandelt werden theoretisch übergreifende Fragestellungen zu den Aufgaben einer Komparatistik der Wissenschaftssprachen, Überlegungen zur Entwicklung des lingua franca-Begriffs, Strategien der Vernetzung, Vermittlung und argumentativen Aufbereitung von Wissen, Erscheinungsformen wissenschaftlicher Eristik, Fragen der Übersetzung, der Einsatz und das Zusammenspiel verschiedener Prozeduren des sprachlichen Handelns, prosodische Merkmale von Vorträgen, alltägliche Wissenschaftssprache sowie Fremdheitsmerkmale (vor-)wissenschaftlicher Texte, die nicht von Muttersprachlern verfasst sind.
Inhalt: Dorothee Heller: Einleitung – Konrad Ehlich: Desiderate der Wissenschaftssprachkomparatistik – Winfried Thielmann: Zur erkenntnisleitenden Funktion sprachlicher Mittel des Symbolfeldes in der Wissenschaft – Dorothee Heller: Unauffällige Ressourcen von Wissenschaftssprachen: Verweisausdrücke im Sprach- und Übersetzungsvergleich – Antonella Nardi: Explikative Verfahren in sozialwissenschaftlichen Texten. Eine handlungstheoretische Perspektive am Beispiel von infatti und nämlich – Antonie Hornung: Indirekte und Direkte Rede als Mittel der Polyphonie in soziologischen Fachtexten – Reinhard Schmidt: Interferenz beim Übersetzen im mehrsprachigen Wissenschaftsbetrieb – Ana da Silva: Überlegungen zum Stellenwert und zur Konzeptualisierung eristischer Strukturen in wissenschaftlichen Texten – Anastasia Tzilinis: Argumentatives Handeln in Wissenschaftlichen Artikeln. Beobachtungen anhand von Texten griechischer Autoren – Maria Załęska: Schluss ohne Schlussfolgerungen? Schlussabschnitte sprachwissenschaftlicher Artikel im Vergleich – Tiziana Roncoroni: Beobachtungen zu funktionalen und formalen Fremdheitsmerkmalen in Arbeiten italophoner Studierender – Christoph Breitsprecher: Studentische Mitschriften - Exemplarische Analysen, Transformationen ihrer Bedingungen und interkulturelle Forschungsdesiderate – Manuela Caterina Moroni: Intonationskonturen im wissenschaftlichen Vortrag – Gabriella Carobbio: Deutsch als Konferenzsprache im internationalen Kontext – Federica Venier: Menschlicher Sprachbau, festgefügte Gebäude und dürftige Hütten. Beobachtungen zur Entwicklungsgeschichte einer (sprach-)wissenschaftlichen Metapher.