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Musikalische Unterweisung im Altertum

Mesopotamien – China – Griechenland

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Eckhard Nolte and Reinhold Weyer

Während die Musik der alten Kulturen bereits längst Gegenstand der musikologischen Forschung ist, hat die Frühgeschichte der Unterweisung in Musik bisher kaum Beachtung gefunden. Auf diese Forschungslücke möchte diese Schrift aufmerksam machen und zugleich einen Beitrag zu ihrer Ausfüllung leisten. Die drei in sich geschlossenen Studien geben Einblicke in die theoretischen Grundlagen und die praktischen Erscheinungsformen musikalischer Unterweisung im alten Mesopotamien, im alten China und im antiken Griechenland. Ausgehend von den kulturellen, insbesondere religiösen, philosophischen, politischen und musikgeschichtlichen Hintergründen des musikpädagogischen Denkens werden anhand einschlägiger Quellen Fragen nach der Begründung musikalischer Lehre und ihrer Bedeutung sowie nach ihren Intentionen, Inhalten und Vermittlungsformen behandelt. Trotz der oft schmalen Quellenbasis lassen sich Spuren musikalischer Unterweisung etwa 4000 Jahre zurück bis in das ausgehende 3. Jahrtausend v. Chr. verfolgen und gelegentlich zumindest auch schlaglichtartig differenzierte Einblicke in das musikpädagogische Denken und Handeln der damaligen Zeiten gewinnen.
Inhalt: Mesopotamien: Bedeutung und Funktionen der Musik – Träger der musikalischen Kultur – Orte musikalischer Unterweisung – Unterrichtsinhalte – China: Leitbilder der Erziehung – Musik und Kosmos – Musik und Mensch – Konfuzius als Musikliebhaber und Lehrer – Musik als Fach – Intentionen – Alte Musik – Lieder – Musik in der Schule – Träger der musikalischen Unterweisung – Griechenland: Musikpädagogische Theorie: Schlüsselbegriffe Ethos und Mimesis – Ansätze musikpädagogischer Theoriebildung bei Damon, Platon, Aristoteles, Pseudo-Plutarch und Aristeides Quintilanus – Musikpädagogische Praxis: Schule und Unterricht allgemein – Bedeutung der Musik – Inhaltsfelder musikalischer Unterweisung – Musische Wettkämpfe.