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Bestechung durch deutsche Unternehmen im Ausland

Strafrechtsentwicklung und Probleme

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Philipp Horrer

Die Bundesrepublik Deutschland gilt als eine der exportstärksten Nationen weltweit. Gleichzeitig ist in den letzten Jahren mehr und mehr in den Blickpunkt geraten, dass sich das Marktumfeld im Ausland teilweise von der hiesigen Geschäftsrealität deutlich unterscheidet – auch in Bezug auf die Üblichkeit oder sogar Notwendigkeit von Korruptionszahlungen. Dies wirft die Frage auf, wie Bestechungen durch deutsche Unternehmen auf ausländischen Märkten strafrechtlich zu bewerten sind. Vor diesem Hintergrund zeigt die Arbeit nicht nur die Strafrechtsentwicklung auf, die zu der derzeit geltenden Rechtslage geführt hat, sondern setzt sich auch mit den aktuell anzuwendenden Normen des deutschen Strafrechts in Bezug auf die Auslandskorruption auseinander. Dem Praktiker möchte sie eine Hilfe bei der Rechtsanwendung sein. Vor allem aber werden die sich aus Normgestaltung und gesetzgeberischer Aufgabenstellung ergebenden Problemfelder angesprochen. Schlussendlich setzt sich die Arbeit kritisch mit der grundsätzlichen Frage auseinander, ob das geltende deutsche Strafrecht überhaupt ein probates, effektives Mittel zur Korruptionsbekämpfung gerade im Ausland sein kann.
Inhalt: Bestechung durch deutsche Unternehmen im Ausland – Grenzüberschreitende Korruption – Anwendbarkeit des deutschen Strafrechts auf Auslandssachverhalte – IntBestG – EuBestG – § 299 StGB – OECD-Übereinkommen – Antikorruptionsmaßnahmen in Behörden und Unternehmen – Compliance – Strafrechtsentwicklung auf internationaler und nationaler Ebene – Auslegungshilfe für eine schwer zu handhabende Rechtslage – Ultima-Ratio-Prinzip des Strafrechts – Strafrecht als richtiges Mittel zur Verhinderung von unlauterem Verwaltungshandeln von Behörden anderer Staaten?