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Die postapokalyptische Genese

Lineare und zyklische (End-)Zeitvorstellungen in Rose Ausländers Gedichten

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Simone Merk

Wie sind Rose Ausländers Gedichte im Geflecht religiöser und philosophischer Traditionslinien einzuordnen und gegebenenfalls zu verankern? Diese Frage führt in eine der zentralen Debatten der Rose-Ausländer-Forschung, die bislang ohne die Berücksichtigung der Zeit- bzw. Endzeitvorstellungen geführt wurde. Um diese Forschungslücke zu füllen, untersucht diese Studie Motive und Motivkomplexe in Ausländers Werk, die im Kontext linearer oder zyklischer (End)Zeitvorstellungen stehen und als judeochristliches bzw. philosophisch-hellenistisches Erbe verortet werden können.
Inhalt: ‘Überlebende des Holocaust’ – ‘Postapokalyptische Genese’ – Wissen um den Tod – Holocaust als Grenzerfahrung aus existenzphilosophischer Perspektive – Zyklischer und linearer Zeitbegriff: Endzeitvorstellungen – Jüdische und philosophische Einflüsse auf Ausländers Schreiben – Gottesbild in Ausländers Lyrik – Darstellung des Untergangs – Darstellung des postapokalyptischen Zustands – Darstellung des Werdens – Werkgenese Ausländers – Literatur und Holocaust.