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Mythos und Utopie

Zum Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» im Werk W.G. Sebalds

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Patrick Baumgärtel

Den Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» verwendete W.G. Sebald in Luftkrieg und Literatur unter Bezug auf den englischen Wissenschaftler und Regierungsberater Lord Solly Zuckerman in Zusammenhang mit dem vom Luftkrieg zerstörten Nachkriegsdeutschland. Dieses Buch zeigt, dass er mehr als das ist. So prägend die Ruinenlandschaft jener Zeit für den Autor W.G. Sebald war, so bestimmte auch der an Walter Benjamin und Theodor W. Adorno angelehnte Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» die innere Ausrichtung seines Werks. Geschichte gerinnt zum Mythos, der im Widerspruch zur viel diskutierten «Poetik der Erinnerung» des Autors steht. Gegenstand der Untersuchung bildet Sebalds erstes literarisches Werk Nach der Natur.
Inhalt: W.G. Sebalds von Lord Solly Zuckerman übernommener Begriff der «Naturgeschichte der Zerstörung» als Remythisierung des Endes von Geschichte – Geschichte und Erinnerung: Zwischen Erinnerungsabwehr und Uneingelöstem – W.G Sebalds Nach der Natur und Luftkrieg und Literatur – Bezug auf Frankfurter Schule.