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Verschuldungskrisen in Schwellenländern

Kreditgeberkoordination, Moralisches Risiko und die Wirkungen von Hilfskrediten

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Dina Dreisbach

Wiederkehrende Verschuldungskrisen in Schwellen- und Entwicklungsländern sowie in jüngster Zeit auch in EU-Mitgliedsstaaten lösten eine lebhafte Debatte über die Notwendigkeit und Wirksamkeit von großen Kredithilfspaketen, z.B. des IWF, aus. Die Arbeit beschäftigt sich mit den Anreizwirkungen dieser Kredithilfspakete aus theoretischer Sicht. Ein zentraler Marktversagenstatbestand sind die Kreditgeberkoordinationsprobleme, welche auf Basis spieltheoretischer Konzepte untersucht werden. Mit Hilfe eines Rechenmodells werden Wohlfahrtswirkungen verschiedener Politikmaßnahmen zur Reduktion der Krisenwahrscheinlichkeit ermittelt. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf dem möglichen moralischen Risiko des Schuldnerlandes in Form unterlassener politischer Bemühungen.
Inhalt: Akteure im Kontext internationaler Verschuldung – Krisenarten und historische Entwicklung von Verschuldungskrisen – Ursachen für Verschuldungskrisen und ihre Wohlfahrtswirkungen – Die Rolle des IWF in Liquiditätskrisen – Wirkungen einer optimalen IWF-Politik unter Unsicherheit – Kreditgeberkoordinationsprobleme.