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Das Dritte in Kunst und Therapie

Series:

Peter Sinapius and Annika Niemann

Der Begriff «das Dritte» bezieht sich im Kontext von Kunst und Therapie auf ein Phänomen, das sich einem diskursiven Zugriff immer wieder entzieht: Es bezeichnet das Abwesende, das Unvorhersehbare, die Situation an der Schwelle oder zwischen zwei Ufern. Es geht mit Imaginationen, Geschichten und Inszenierungen einher und beruht auf den emergenten Eigenschaften künstlerischer oder therapeutischer Prozesse. Die in diesem Band versammelten Beiträge widmen sich dem Dritten mit Blick auf die künstlerische, pädagogische oder therapeutische Praxis vor dem Hintergrund phänomenologischer, rezeptionsästhetischer, soziologischer oder psychotherapeutischer Überlegungen. Unter fünf Gesichtspunkten soll die Relevanz des Dritten für eine ästhetische Praxis nachvollziehbar werden: der Fremde, das Dritte, der Kairosmoment, der Dritte Raum und die Figur des Dritten.
Inhalt: Bernhard Waldenfels: Das Fremde denken – Eva Schürmann: Ars Videndi - die Kunst des Anderssehens – Paolo Knill: «Es ist von mir. Es ist mit mir.» – Elisabeth Wellendorf: «Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen» – Wolfgang Eirund: Im Dreiklang: Der Arzt, seine Skepsis und die therapeutische Beziehung – Peter Petersen: Kairos - ein Phänomen der Begegnung in der Therapie – Peter Sinapius: Gegenwartsmomente – Annika Niemann: Lost in Translation - Dritte Räume in der Kunstvermittlung – Ulf Aminde: «Surrogate des Möglichen» – Ilse Schimpf-Herken/Till Baumann: Dimensionen der Kunst in der psychosozialen Arbeit – Ulrich Sachsse: Der Dritte Raum als Gestaltung der therapeutischen Beziehung bei komplex Traumatisierten – Hartmut Kraft: «Dyaden zu dritt» – Hans Dieter Huber: Das Bild im Spannungsfeld zwischen Beobachter und Situation.